Begegnung am Rand des Wasserfalls - Kakemono Yagioka Shunzan
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Höhe:200 cm
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Breite:44 cm
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Entstehungszeit:Shôwa (1926–1989)
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Jikusaki:Knochen
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Material Honshi:Seide
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Technik:Handmalerei
In weiter, fast leerer Bildfläche erhebt sich ein sanft umrissener Berg, dessen Konturen im Nebel verschwimmen. Am Fuß des Hanges erscheinen schemenhaft einige Dächer und Mauern eines kleinen Hauses, kaum mehr als Andeutungen, die sich aus dem feuchten Grau des Hintergrunds lösen. Rechts im Vordergrund steht ein Baum, locker und frei mit dem Pinsel gesetzt, dessen dunklere Töne dem Bild Halt und Tiefe verleihen. Die sparsame Komposition lenkt den Blick nicht auf Details, sondern auf Atmosphäre und Raum.
Die Szene wirkt still und zeitlos, als sei sie einem flüchtigen Moment entnommen. Der Einsatz von Tuscheabstufungen schafft eine fein nuancierte Balance zwischen Nähe und Ferne, zwischen Sichtbarkeit und Auflösung. Nebel und Leere werden hier zu tragenden Elementen, die das Motiv nicht verdecken, sondern poetisch erweitern. Die Landschaft erscheint nicht als konkreter Ort, sondern als Zustand der Ruhe und Sammlung.
Das Kakemono stammt aus der Meiji-Zeit und ist auf Seide gemalt, mit Jikusaki aus Knochen. Der Stempel verweist auf Hashimoto Gahō. Das Werk steht beispielhaft für eine reduzierte, geistige Landschaftsmalerei, in der Zurückhaltung und malerische Freiheit zu einer stillen, meditativen Einheit finden.