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Künstler: Sasaki Shoraku

Sasaki Shōraku ist ein japanischer Keramikkünstler der dritten Generation der traditionsreichen Shōraku-Ofen in Kameoka

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Sasaki Shōraku (佐々木昭楽) ist ein japanischer Keramikkünstler der dritten Generation der traditionsreichen Shōraku-Ofen (昭楽窯) in Kameoka (Präfektur Kyōto). Er zählt zu den bedeutenden Vertretern der Raku-Keramik und ist vor allem für handgeformte Teeschalen (Chawan) bekannt, die für die japanische Teezeremonie geschaffen werden.

Leben

Sasaki Shōraku wurde 1944 in Kyōto geboren. Die Familientradition reicht bis ins Jahr 1905 zurück: Sein Großvater Sasaki Kichinosuke, ursprünglich ein Nishiki-e-Holzschnittmaler, gründete den Ofen in der Nähe des Kiyomizu-dera in Kyōto. Inspiriert von der Wabi-Cha-Ästhetik Sen no Rikyūs und zen-buddhistischen Idealen, spezialisierte sich die Manufaktur ausschließlich auf Raku-Ware für die Teezeremonie. 1945 wurde der Ofen nach Kameoka in die Nähe des Yada-Schreins verlegt; dort erhielt die Familie den Künstlernamen „Shōraku“ vom Oberpriester des Schreins.

1962 trat Sasaki Shōraku in die Lehre bei seinem Vater (der zweiten Generation) ein und übernahm später den Namen und die Leitung der dritten Generation (Sandai). Die Werkstatt pflegt enge Verbindungen zu Zen-Meistern des Daitoku-ji-Tempels, die der Familie weitere Künstlernamen verliehen – darunter Se’unken (1960) und Kyōshitsu (虚室, 1996). Der Ofen wird heute in der vierten Generation fortgeführt (u. a. unter dem Namen Kyōshitsu bzw. mit Bezug auf die Nebenbezeichnung 歸來窯).


Werk und Stil

Sasaki Shōraku arbeitet streng in der klassischen Raku-Technik: Die Schalen werden vollständig von Hand (Tezukune-Methode) ohne Töpferscheibe geformt, bei niedrigen Temperaturen (ca. 800–1000 °C) gebrannt und anschließend in reduzierender Atmosphäre abgekühlt. Er beherrscht sowohl Aka-Raku (rote Variante mit Eisenoxid-Glasur) als auch Kuro-Raku (schwarze Variante mit feldspatreicher Glasur).

Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine Utsushi – getreue Kopien oder künstlerische Interpretationen historischer Meisterwerke. Dazu gehören Repliken berühmter Chawan von Chōjirō (dem Begründer der Raku-Tradition), Hon’ami Kōetsu sowie späteren Raku-Meistern wie Dōnyū oder Sōnyū. Beispiele sind Nachbildungen der Schalen „Kamuro“, „Ichimonji“, „Hayafune“, „Amagumo“ (Regenwolke) oder „Toyobo“.

Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine dezente Wabi-Sabi-Ästhetik aus: unregelmäßige Formen, subtile Farbverläufe und eine bewusste Betonung des Gebrauchswerts. Im Gegensatz zu rein dekorativen Objekten sind seine Chawan explizit für den praktischen Einsatz in der Teezeremonie oder im privaten Gebrauch konzipiert – ein Grundsatz, den er selbst als Leitmotiv nennt. Die Stücke werden oft mit dem Stempel „Shōraku“ oder „Sasaki Shōraku“ versehen und in Kirschholzkisten geliefert.


Bedeutung und Rezeption

Als Hüter einer über 120-jährigen Familientradition trägt Sasaki Shōraku maßgeblich zur lebendigen Weitergabe der kyōtoer Raku-Kunst bei. Seine Werke werden von Chanoyu-Praktizierenden weltweit geschätzt, erscheinen regelmäßig auf Auktionen und in Fachgeschäften für Tee-Utensilien und gelten als hochwertige Sammlerstücke. Der Ofen verbindet historische Techniken mit zeitgenössischen Nuancen und bleibt ein lebendiges Beispiel für die enge Verflechtung von Keramik, Zen und Teezeremonie in Japan.