Wasserfall und Gehöft im Nebel
Details zu dem verkauften Stück
- Höhe 180 cm
- Breite 60 cm
- Artikel-Typ Kakemono
- Entstehungszeit Heisei (1989–2019)
- Jikusaki Holz
- Material Honshi Seide
- Technik Silkscreen
- Unikat Nein
Nicht mehr verfügbar
Artikelbeschreibung
Ein schmaler Wasserfall fällt aus großer Höhe über eine dunkle Felswand und bildet den hellsten Punkt einer ansonsten vollständig in Grautönen gehaltenen Szenerie. Rechts davon liegen zwei strohgedeckte Bauernhäuser hinter einem niedrigen Zaun, davor führt ein schmaler Steg über das Wasser, auf dem eine winzige Figur unterwegs ist.
Die Arbeit lebt ganz aus dem Tuschekontrast: Der Nebel frisst sich in breiten, weichen Bahnen durch das Tal, verschluckt die Bergflanke im Hintergrund fast vollständig und lässt einzelne dunkle Nadelbäume umso schärfer hervortreten. Diese Technik, mit ungemalten Flächen ebenso zu arbeiten wie mit gesetzten Strichen, gehört zum Kern der ostasiatischen Landschaftsmalerei. Die winzige Gestalt auf dem Steg ist mit kaum mehr als drei Strichen angedeutet und gibt der Schlucht dennoch ihren Maßstab.
Nebellandschaften standen traditionell für die Vergänglichkeit aller Erscheinungen und den steten Wandel der Natur, weshalb sie besonders im Umkreis der Zen-Ästhetik geschätzt wurden. Signatur und rotes Siegel finden sich unten rechts, ein weiteres Siegel oben rechts. Als Siebdruck auf Seide ist dieses Rollbild eine zurückhaltende, atmosphärisch dichte Wahl.