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Enso – Zen-Kalligrafie des Kreises

Kakemono, Unikat, 120 x 61 cm
Artikelnummer: 6161

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 120 cm
  • Breite 61 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Ein dunkler, wie aus einem einzigen Atemzug gezogener Kreis beherrscht das Bildfeld dieses Kakemono: der Ensō, eines der bekanntesten Motive der Zen-Kalligrafie. Der Pinsel setzt kräftig an, umkreist die Fläche in gleichmäßigem Schwung und lässt am unteren Rand eine kleine Öffnung, an der sich Anfang und Ende beinahe, aber nicht ganz, berühren.

Diese bewusste Unvollständigkeit ist fester Bestandteil der Symbolik: Der Ensō steht für die Einheit von Werden und Vergehen, für Leere und Fülle zugleich und gilt als unmittelbarer Ausdruck des geistigen Zustands im Moment des Malens. Da keine Korrektur möglich ist, gilt seine Ausführung als eine der anspruchsvollsten Übungen der Zen-Kunst.

Das Blatt ist unsigniert überliefert, was der Wirkung des reinen, kraftvollen Kreises keinen Abbruch tut. Zurückhaltend auf hellem Papier montiert, eignet sich dieses Kakemono besonders als ruhiger, meditativer Blickpunkt in einem schlicht gestalteten Wohn- oder Teeraum.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.