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Kalligrafie: Das höchste Gebot

Kakemono, Unikat, 210 x 68 cm
Artikelnummer: 4450

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 210 cm
  • Breite 68 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

In gleichmäßigen, klar gesetzten Schriftzeichen erstreckt sich über mehrere Kolumnen ein Text, dessen Titel mit 'Das höchste Gebot' überschrieben ist. Die Zeichen sind im regelmäßigen Kaisho-Stil ausgeführt, jeder Strich ruhig und diszipliniert gesetzt, was auf eine geübte, formal geschulte Hand hindeutet. Unten links ist die Signatur des Schreibers zusammen mit einem roten Siegel zu erkennen.

Das Kakemono entstand in der Meiji-Zeit (1868–1912) und wurde vollständig von Hand auf Papier geschrieben. Kalligrafie-Rollbilder mit moralisch-philosophischem Inhalt wie diesem galten in traditionellen japanischen Haushalten als Erinnerung an ethische Grundsätze und wurden gerne in der Tokonoma ausgestellt, um Gästen und Bewohnern täglich vor Augen geführt zu werden.

Die Rollstäbe sind mit Holzenden versehen. Wer sich für die Ästhetik der japanischen Schriftkunst interessiert, findet in diesem handgeschriebenen Unikat ein stilvolles Zeugnis klassischer Kalligrafie mit einer klar lesbaren, sinnstiftenden Botschaft.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.