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Kalligrafie: Ein Wort besiegt ein Heer

Kakemono, Unikat, 200 x 51 cm
Artikelnummer: 5229

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 200 cm
  • Breite 51 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Mit breitem, selbstbewusstem Pinsel sind auf diesem Kakemono mehrere große Schriftzeichen in einer einzigen Kolumne angeordnet, deren kraftvolle, teils ineinander verschmelzende Formen der gesamten Komposition eine bemerkenswerte Dynamik verleihen. Die klare Anordnung und der großzügige Weißraum um die Zeichen lenken den Blick unmittelbar auf die Wucht der einzelnen Pinselzüge.

Sinngemäß lässt sich der Text mit „Ein einziges Wort kann eine ganze Armee besiegen“ übersetzen – eine Redewendung, die auf die Macht der Sprache und der Überzeugungskraft eines klugen Wortes gegenüber roher Gewalt verweist. Dieser Gedanke, der in der ostasiatischen Kalligrafietradition häufig von Gelehrten und Kriegern gleichermaßen geschätzt wurde, passt inhaltlich hervorragend zur kraftvollen, beinahe kämpferischen Pinselführung des Blattes.

Geschrieben wurde die Kalligrafie von Hand auf Papier in der Shôwa-Zeit. Die Bildrolle besitzt Jikusaki aus Knochen und ist mit ihrer klaren Botschaft ein ausdrucksstarkes Sammlerstück japanischer Schriftkunst.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.