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Kalligrafie: Schnee, Mond, Blumen

Kakemono, Unikat, 112 x 61 cm
Artikelnummer: 4478

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 112 cm
  • Breite 61 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Taishô (1912–1926)
  • Jikusaki Keramik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Zwei wuchtige, im Sōsho-Stil geschwungene Schriftzeichen füllen fast das gesamte Bildfeld dieser Kalligrafie, deren Bedeutung sich mit 'Schnee, Mond, Blumen' übersetzen lässt. Das Motiv 'Setsugekka' verweist auf drei Erscheinungen, die als Inbegriff jahreszeitlicher Schönheit gelten und seit Jahrhunderten Dichter, Maler und Kalligrafen gleichermaßen inspirieren. Ein rotes Siegel setzt rechts oben einen ruhigen Kontrapunkt zu den kraftvollen Tuschestrichen.

Das Rollbild wurde in der Taishô-Zeit (1912–1926) von Hand auf Papier geschrieben. Gerade die knappe, fast reduzierte Wortwahl bei gleichzeitig ausladender Pinselführung zeigt die Meisterschaft, mit der hier Bedeutung und Form miteinander verschmelzen, ein Merkmal, das gute Kalligrafie von bloßer Schrift unterscheidet.

Die Rollstäbe sind mit Enden aus Keramik gefertigt. Für Liebhaber japanischer Schriftkunst ist dieses handgeschriebene Unikat ein ausdrucksstarkes Stück, das die enge Verbindung von Natur, Poesie und Kalligrafie in der japanischen Kultur eindrucksvoll spürbar macht.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.