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Kalligraphie "Wolke"

Kakemono, Unikat, 184 x 49 cm
Artikelnummer: 5791
  • Höhe 184 cm
  • Breite 49 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

160,00 €

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Artikelbeschreibung

Ein einzelnes Schriftzeichen, mit kraftvollem, breitem Pinselschwung über die gesamte Bildbreite gesetzt – das Zeichen für „Wolke“, begleitet von einem kleinen roten Siegel oben rechts. Die Kalligraphie besticht durch ihren dynamischen Duktus: dicke, fast tropfenartige Striche wechseln sich mit schnelleren, dünneren Linien ab, sodass der Charakter selbst etwas Schwebendes, Ziehendes bekommt, das an den Formcharakter einer echten Wolke erinnert. 

Das Motiv „Wolke“ steht in der Zen-Kalligraphie oft für Wandelbarkeit und die Vergänglichkeit aller Erscheinungen, aber auch für Weite und Freiheit des Geistes – Themen, die in der Teehauskultur besonders geschätzt werden. Als Rollbild mit einem einzelnen, kraftvollen Schriftzeichen eignet sich dieses Werk hervorragend für einen zurückhaltend gestalteten Tokonoma oder als Blickfang in einem Raum, der von Klarheit und Reduktion lebt.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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