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Mond im Schilf

Kakemono, Unikat, 192 x 31 cm
Artikelnummer: 4353

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 192 cm
  • Breite 31 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Eine stille, fast schwebende Atmosphäre prägt dieses Rollbild: Ein zart angedeuteter Vollmond hängt über einer weiten, leeren Fläche, während sich am unteren Bildrand hohe Schilfgräser im imaginären Wind neigen. Die Zurückhaltung in der Bildgestaltung lässt viel Raum für die Fantasie des Betrachters.

Der Mond zählt zu den beliebtesten Motiven der japanischen Dichtung und Malerei und steht für Vergänglichkeit, stille Betrachtung und die Schönheit des Augenblicks. In Kombination mit Schilfgräsern, die traditionell mit dem Herbst assoziiert werden, entsteht hier eine leise, melancholische Bildstimmung, wie sie für die japanische Ästhetik des „mono no aware“ charakteristisch ist.

Das Werk stammt aus der Meiji-Zeit und wurde in zurückhaltender Tuschemalerei mit vereinzelten warmen Brauntönen auf Papier ausgeführt. Gerade durch seine Schlichtheit entfaltet dieses Kakemono eine besonders poetische Wirkung und eignet sich ideal für Räume, in denen Ruhe und Kontemplation im Vordergrund stehen sollen.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.