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Pfingstrose mit Kalligraphie

Kakemono, Unikat, 176 x 54 cm
Artikelnummer: 5411
  • Höhe 176 cm
  • Breite 54 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

210,00 €

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Artikelbeschreibung

Eine zart rosa gesprenkelte Pfingstrose in voller Blüte, begleitet von einer Kolumne Kalligraphie am linken Bildrand – eine Verbindung von Malerei und Schrift, wie sie in der literaten Bildtradition geschätzt wurde. Die Blütenblätter sind in feinen, lasierenden Farbschichten aufgebaut, sodass ein weicher, fast durchscheinender Eindruck entsteht, während die Blattadern der umgebenden Blätter in klareren Linien gehalten sind. Die Pfingstrose gilt in Japan und China seit jeher als „Königin der Blumen“ und steht für Reichtum, Ehre und Wohlstand, ein Motiv, das gerne mit einem passenden literarischen Kommentar versehen wurde. 

Das Zusammenspiel von Bild und Schrift verleiht diesem Rollbild eine zusätzliche gedankliche Ebene und macht es zu einem Werk, das sowohl als Malerei als auch als Kalligraphie betrachtet werden kann.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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