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Zen-Kalligrafie „Wind in den Kiefern, Weisheit der Zeiten“

Kakemono, Unikat, mit Box, 167 x 38 cm
Artikelnummer: 6103
  • Höhe 167 cm
  • Breite 38 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Holzbox ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

860,00 €

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Artikelbeschreibung

Zwei kraftvoll gesetzte Schriftzeichen füllen mit energiegeladenem Pinselduktus die Bildfläche dieses Kakemono: 松風 (Shōfū), der „Wind in den Kiefern". Die Redewendung 松風傳古今 besagt, dass im Klang des Windes zwischen den Kiefern die Weisheit aller Zeiten enthalten ist – ein Bild für die zeitlose, durch die Natur vermittelte Erkenntnis des Zen. Die dynamische, leicht raue Pinselführung mit ihren spontanen Verästelungen am Strichende vermittelt unmittelbar die Bewegung und den Klang, den die Zeichen beschreiben, und macht die Kalligrafie zu einem meditativen Anker für den Betrachter. 

Das Werk trägt Signatur und Stempel von Kobayashi Taigen, einem angesehenen Zen-Mönch und Kalligrafen, der als Abt des Obai-in im Daitoku-ji-Tempel in Kyoto wirkt. Auf Papier geschrieben und mit einer Jikusaki aus Holz versehen, ist dieses handgeschriebene Unikat ein kraftvoller Ausdruck japanischer Zen-Kunst.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Kobayashi Taigen
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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