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38 Tempel Saigoku

Kakemono, Unikat, 195 x 67 cm
Artikelnummer: 4427

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 195 cm
  • Breite 67 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Metall
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Im Zentrum dieses ungewöhnlichen Rollbilds steht eine golden gehöhte Darstellung des Bodhisattva Kannon, umgeben von zahlreichen handschriftlichen Einträgen und roten Tempelstempeln. Es handelt sich um eine sogenannte Nōkyōchō-Rolle, wie sie Pilger auf dem Weg zu den Tempeln der Saigoku-Kannon-Wallfahrt anfertigen ließen: Jeder besuchte Tempel hinterließ Kalligrafie und Siegel als Nachweis des Besuchs, sodass über die Zeit ein persönliches, spirituelles Dokument der gesamten Pilgerreise durch 38 Tempel entstand.

Das Werk stammt aus der Shôwa-Zeit (1926–1989) und wurde von Hand auf Seide gestaltet, wobei die vielen kleinen Stempel und Schriftzüge eine bemerkenswerte Detailtiefe und historische Authentizität besitzen. Solche Pilgerrollen sind heute selten erhalten, da sie meist über Generationen in Familienbesitz blieben, statt in den Handel zu gelangen.

Die Stableisten sind mit Metallenden gefertigt. Für Sammler religiöser japanischer Kunst und Pilgerkultur stellt dieses Kakemono ein seltenes, geschichtsträchtiges Zeugnis dar, das weit über ein rein dekoratives Bild hinausgeht.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.