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Alter Philosoph mit Schriftrolle

Kakemono, Unikat, 157 x 35 cm
Artikelnummer: 4026

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 157 cm
  • Breite 35 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Mit langgezogenem Schädel, wallendem weißen Bart und nachdenklichem Gesichtsausdruck ist hier ein alter Gelehrter oder Weiser dargestellt, der eine Schriftrolle in der Hand hält. Die Linienführung ist von großer Zartheit: feine, teils nur angedeutete Konturen modellieren Gesicht und Gewand, während lediglich der Kragen in kräftigem Schwarz akzentuiert ist. Rechts oben ergänzt eine kalligrafische Zeile mit rotem Siegel die Komposition.

Solche Gelehrtenporträts gehören zu einer langen ostasiatischen Bildtradition, in der Weisheit, Zurückgezogenheit und geistige Reife im Zentrum stehen; oft handelt es sich um Darstellungen legendärer Philosophen oder Unsterblicher der daoistischen Überlieferung. Entstanden ist das Werk in der Meiji-Zeit auf Papier. Bitte beachten Sie, dass bei diesem Stück beide Schaftenden (Jikusaki) der Rollstange fehlen, was den Gesamteindruck des Gemäldes jedoch kaum schmälert.

Trotz dieser kleinen Einschränkung überzeugt dieses Kakemono durch seine feine, fast skizzenhafte Eleganz und ist eine reizvolle Ergänzung für Sammler traditioneller ostasiatischer Figurenmalerei.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.