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Fledermäuse im Mondlicht

Kakemono, Unikat, 190 x 45 cm
Artikelnummer: 6200

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 190 cm
  • Breite 45 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Vor einer schmalen Mondsichel zeichnen sich die filigranen Zweige einer Weide ab, durch die hindurch – kaum wahrnehmbar in der Dämmerung – Fledermäuse ihre nächtlichen Bahnen ziehen. Die stimmungsvolle, in gedeckten Grautönen gehaltene Komposition lebt von der Spannung zwischen Licht und Dunkel, zwischen Sichtbarem und Angedeutetem.

Fledermäuse gelten in der ostasiatischen Symbolik, anders als im Westen, als überaus positives Motiv: Das chinesische und japanische Wort für Fledermaus klingt ähnlich wie das Wort für Glück, weshalb Darstellungen dieser nächtlichen Tiere traditionell als Glücksbringer galten und gerne verschenkt wurden.

Das Kakemono ist auf Papier gemalt, die Achse mit Beschlägen aus Holz gefertigt, und das Werk entstand in der Meiji-Zeit. Mit seiner poetischen, leicht mysteriösen Nachtstimmung ist dieses Rollbild ein ungewöhnliches und zugleich bedeutungsvolles Motiv für Sammler, die neben den klassischen Sujets auch symbolisch aufgeladene Werke der japanischen Malerei schätzen.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.