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Gräser im Wind

Kakemono, Unikat, 188 x 50 cm
Artikelnummer: 3793

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 188 cm
  • Breite 50 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Schlanke, in dynamischen Schwüngen gemalte Grasblätter wachsen aus zwei felsigen Erhebungen hervor und biegen sich, als würden sie von einem sanften Windstoß erfasst. Kleine, mit dunkler Tusche angedeutete Blüten setzen sich zwischen den langen Blättern ab, während im unteren Bildbereich ein zweiter, dichterer Bewuchs aus tropfenartigen Pinseltupfen das Motiv abrundet und den Eindruck von Bewegung verstärkt.

Rechts der Pflanzen ist ein mehrzeiliges Gedicht in feiner Kalligrafie angebracht, dessen Zeilen unter anderem vom Wind erzählen, der die schlanken Blätter bewegt – eine unmittelbare Verbindung zwischen geschriebenem Wort und gemaltem Bild, wie sie für die literati-Malerei charakteristisch ist. Signatur und rotes Siegel bestätigen die Urheberschaft dieser reduziert, aber äußerst lebendig wirkenden Komposition.

Ausgeführt in Tusche auf Papier und montiert in einer goldbraunen, changierenden Seidenbordüre, entstand dieses Rollbild in der Shôwa-Zeit. Die Konzentration auf ein scheinbar einfaches Motiv wie Gräser verlangt vom Maler ein besonders sicheres Gespür für Linienführung und Rhythmus, wodurch dieses Werk trotz seiner Zurückhaltung eine bemerkenswerte malerische Tiefe entwickelt.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.