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Granatapfel

Kakemono, Unikat, 113 x 53 cm
Artikelnummer: 4871
  • Höhe 113 cm
  • Breite 53 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

105,00 €

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Artikelbeschreibung

Ein aufgeplatzter Granatapfel, dessen Kerne sich blitzend aus der aufgebrochenen Schale schieben, liegt neben einer kleinen blauen Schatulle vor einem belaubten Zweig – eine ungewöhnliche Kombination aus Naturmotiv und Alltagsgegenstand. 

Die Farbgebung des Granatapfels, ein sattes Orangerot mit gelblichen Schattierungen, steht im reizvollen Kontrast zum kühlen Blau der danebenliegenden Schatulle, während der Zweig mit seinen schmalen Blättern die Komposition natürlich einrahmt. 

Der Granatapfel gilt in der ostasiatischen Symbolik als Zeichen für Fruchtbarkeit und zahlreiche Nachkommenschaft, da seine vielen sichtbaren Kerne genau dafür stehen. Die Verbindung von Frucht und Schatulle verleiht diesem Bild eine leise erzählerische Note und macht es zu einem originellen, symbolisch aufgeladenen Wandschmuck.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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