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Rüben

Kakemono, Unikat, 124 x 57 cm
Artikelnummer: 4230
  • Höhe 124 cm
  • Breite 57 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

150,00 €

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Artikelbeschreibung

Mit kräftigen, saftig roten Knollen und üppig ausladenden grünen Blättern präsentiert dieses Kakemono ein denkbar bodenständiges Motiv: frisch geerntete Rüben. Die Pinselführung wechselt zwischen breiten, nassen Flächen für die Blätter und präziseren Linien für Stiele und Wurzeln, wodurch die Pflanzen trotz einfacher Form eine lebendige Struktur erhalten. 

Solche Gemüsestillleben haben in der japanischen Malerei eine lange Tradition und stehen oft für die Wertschätzung einfacher, alltäglicher Dinge sowie für eine bescheidene, naturverbundene Lebensweise. Anders als prunkvolle Blumenmotive richten sie den Blick bewusst auf das Nahrhafte und Bodenständige und verbinden künstlerischen Anspruch mit einer gewissen Alltagsnähe. 

Die kräftige rote Farbe der Rüben sticht wirkungsvoll aus dem sonst in Grün- und Grautönen gehaltenen Bild hervor und verleiht der Komposition eine angenehme Frische. Für Sammler, die neben klassischen Landschafts- und Figurenmotiven auch stillere, der Natur und dem Alltag gewidmete Sujets schätzen, ist dieses Kakemono eine originelle Wahl.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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