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Die Schnecke auf der Lotusblume

Kakemono, Unikat, 176 x 40 cm
Artikelnummer: 5613
  • Höhe 176 cm
  • Breite 40 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

410,00 €

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Artikelbeschreibung

Eine kleine Schnecke, fast beiläufig zwischen den großen, überlappenden Blättern einer Lotuspflanze platziert – ein Motiv, das die stille Beobachtungsgabe der japanischen Naturmalerei auf den Punkt bringt. Die Blätter sind in kräftigen, nassen Tuschetönen angelegt, mit deutlich sichtbaren Blattadern, die sich fächerartig über die gesamte Fläche ziehen. Die Schnecke selbst ist mit wenigen, feinen Linien angedeutet und fügt sich fast unauffällig in das Blattwerk ein. 

Diese Zurückhaltung im Bildaufbau ist typisch für die Sumi-e-Tradition, in der auch kleine, unscheinbare Lebewesen einer eigenen Betrachtung wert sind. 

Die Lotuspflanze gilt in der ostasiatischen Symbolik als Zeichen der Reinheit, die aus trübem Wasser unversehrt emporwächst, und verleiht dem Bild eine leise philosophische Tiefe.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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