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Kochtopf

Kakemono, Unikat, 184 x 42 cm
Artikelnummer: 4916
  • Höhe 184 cm
  • Breite 42 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

210,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Ein an einer Kette hängender eiserner Kochtopf, gemalt mit wenigen, aber sicheren Pinselstrichen, die das Gewicht und die raue Oberfläche des Metalls spürbar machen – ein ungewöhnliches Stillleben-Motiv abseits der gängigen Blumen- und Vogelbilder. 

Die Aufhängung mit dem verstellbaren Haken ist detailliert wiedergegeben und verweist auf die traditionelle offene Feuerstelle (Irori) japanischer Landhäuser, über der solche Kessel zum Kochen und Erwärmen aufgehängt wurden. Ein kleines Detail im Topfinneren, das an ein kleines Lebewesen erinnert, verleiht der sonst nüchternen Alltagsszene eine überraschende, fast humorvolle Wendung. 

Solche Darstellungen von Haushaltsgegenständen zeigen die Wertschätzung der japanischen Malerei für das Alltägliche und Unscheinbare und sind ein reizvolles Sammlerstück für Liebhaber ungewöhnlicher Bildmotive.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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