Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Krähe im herbstlichen Geäst

Kakemono, Unikat, 200 x 52 cm
Artikelnummer: 5975
  • Höhe 200 cm
  • Breite 52 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

440,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Mit gedrungener Haltung und wachsamem Blick sitzt eine einzelne Krähe auf einem Ast, ihr dichtes, tiefschwarzes Gefieder in kraftvollen, breiten Tuschestrichen festgehalten. Locker hingetuschte Blätter im Hintergrund lassen erahnen, dass sich die Szene in einem herbstlichen Geäst abspielt. 

Die Krähe nimmt in der japanischen Bildtradition eine besondere, oft zwiespältige Rolle ein: Als kluger, unabhängiger Vogel wird sie ebenso mit spiritueller Führung wie mit Einsamkeit und Vergänglichkeit assoziiert. Die reduzierte, kraftvolle Maltechnik – nur wenige, breite Pinselstriche für den Körper – ist charakteristisch für virtuose Sumi-e-Malerei. 

Auf Papier gemalt und mit einer Jikusaki aus Holz versehen, ist dieses handgemalte Unikat aus der Meiji-Zeit ein eindrucksvolles Beispiel reduzierter, kraftvoller japanischer Tuschemalerei.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

Diese Werke könnten Ihnen gefallen