Pilgerrolle der 88 Shikoku-Tempel mit Kōyasan
Details zu dem verkauften Stück
- Höhe 193 cm
- Breite 74 cm
- Artikel-Typ Kakemono
- Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
- Jikusaki Metall
- Material Honshi Seide
- Technik Silkscreen
- Unikat Nein
Nicht mehr verfügbar
Artikelbeschreibung
In der Mitte sitzt Kōbō Daishi in braunem Mönchsgewand auf einer niedrigen Bank, in der einen Hand den Vajra, in der anderen die Gebetskette. Über ihm spannt sich ein farbig gefasster Baldachin, in dessen Lotusmedaillons die Siddham-Keimsilben der begleitenden Gottheiten stehen. Vor der Bank sind ein Paar Sandalen und ein Wasserkrug abgestellt.
Die gesamte übrige Fläche ist bis an den Rand mit schwarzer Kalligrafie und roten Stempeln der einzelnen Pilgerstationen bedeckt. Zwischen den Einträgen lassen sich Bezeichnungen wie Shikoku und Kōyasan erkennen, was die Rolle eindeutig dem Rundweg zu den 88 Tempeln von Shikoku zuordnet, der traditionell auf dem Kōyasan endet. Die farbigen Lotusmedaillons über dem Baldachin sind sorgfältig ausgemalt und heben die Mitte deutlich aus der dichten Schriftfläche heraus.
Ein solches Nōkyōjiku entsteht über den gesamten Verlauf einer Wallfahrt hinweg: An jeder Station tragen die Tempel Namen und Siegel ein. Ausgeführt auf Seide, ist dieses Stück damit kein bloßes Bildmotiv, sondern das persönliche Zeugnis eines vollständig abgeschlossenen Pilgerwegs und ein eindrucksvolles Dokument japanischer Frömmigkeit.