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Schwärme im klaren Wasser

Kakemono, Unikat, 178 x 38 cm
Artikelnummer: 6439

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk wurde von Kano Norinobu von Hand gefertigt und war ein Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 178 cm
  • Breite 38 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

In dieser zart ausgearbeiteten Komposition gleiten mehrere kleine Fische in ruhigen, geschwungenen Bahnen durch ein nahezu transparent wirkendes Gewässer. Die Linienführung ist bewusst reduziert, sodass das Auge des Betrachters den Bewegungen der Tiere intuitiv folgt. Die leichten Schattierungen und feinen Andeutungen von Wasserpflanzen schaffen eine Atmosphäre des Schwebens – ein Moment stiller Naturbeobachtung, der ganz ohne dramatische Effekte auskommt und gerade deshalb seine poetische Schönheit entfaltet.

Bei näherem Hinsehen offenbart sich die besondere Handschrift des Künstlers: Jeder Fisch ist mit wenigen, sicheren Strichen modelliert, sodass seine Form klar erkennbar bleibt, ohne an Leichtigkeit zu verlieren. Der weitgehend unbehandelte Hintergrund lässt die Szene offen und weit erscheinen, als erweitere sich der Fluss über das Bild hinaus. Die sanften Grau- und Blautöne tragen zu einem Gefühl der Reinheit und Unaufgeregtheit bei, das typisch für späte Werke der Edo- und frühe der Meiji-Zeit ist.

Gemalt auf Papier und mit Jikusaki aus Holz ausgestattet, trägt das Kakemono den Stempel von Kano Norinobu. Die Ausführung deutet auf eine Entstehung im späten Edo oder frühen Meiji hin und zeigt die kontemplative Eleganz der Kano-Tradition, die selbst kleinsten Naturmotiven eine stille Würde verleiht.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.