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Wasser, Rückzug und Aufstieg - 3er Set

Kakemono, Unikat, mit Box, 188 x 45 cm
Artikelnummer: 6370
  • Höhe 188 cm
  • Breite 45 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Holzbox ja
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

630,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Dieses dreiteilige Kakemono-Set entfaltet sich wie eine visuelle Erzählung entlang des Elements Wasser. Auf den äußeren Bildern steigen kraftvolle Karpfen durch schäumende Strömungen und herabfallendes Wasser empor – Sinnbilder für Ausdauer, Wandlung und spirituelle Erhebung. Mit wenigen, entschlossenen Pinselzügen werden Bewegung und Widerstand gleichermaßen spürbar: die gebogenen Körper der Fische, die rhythmischen Wellenlinien und die vertikalen Wasserfälle erzeugen eine dynamische Spannung, die den Blick unweigerlich nach oben zieht.

Im Kontrast dazu steht das mittlere Kakemono, das einen zurückgezogenen Gelehrten oder Weisen zeigt, in sich versunken und fern vom tosenden Geschehen. Die reduzierte Linienführung und die offene Fläche verleihen dieser Szene eine kontemplative Ruhe. Sie bildet den geistigen Mittelpunkt des Ensembles – einen Moment der Einkehr zwischen Aufbruch und Ziel.

Alle drei Kakemono sind auf Seide gemalt und mit Jikusaki aus Knochen versehen. Der Stempel verweist auf Kano Eihaku. Gemeinsam aufbewahrt in einer Holzbox, bewahrt dieses Ensemble seinen erzählerischen Zusammenhang und vereint Bewegung, Stille und Transformation zu einer geschlossenen Bildfolge.

Die Gemälde, insbesondere das mittlere, weisen stellenweise Beschädigungen auf (zu sehen als Weiße Flecken auf den Fotos). Bitte schauen Sie sich die Fotos genau an, um sich einen Eindruck vom Zustand zu machen.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Kano Eihaku
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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