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Künstler

Kanō Eihaku

Kanō Eihaku (狩野永伯) gehörte dem Kyō-Kanō an und war ab 1708 an Wandbildarbeiten im Kaiserpalast beteiligt.
Kakemono von Kanō Eihaku: Landschaftsmotiv in Tusche auf Seide.
Kakemono von Kanō Eihaku (狩野永伯), Kyō-Kanō (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Kanō Eihaku (狩野永伯) war ein japanischer Maler des Kyō-Kanō, jener Kanō-Linie, die in Kyōto blieb, als sich die Hauptzweige der Schule in Edo niederließen. Er war Sohn des Kanō Eikei und verlor den Vater 1702 im Alter von sechzehn Jahren. Ab 1708 war er an Wandbildarbeiten im Kaiserpalast beteiligt und noch 1747 zum Amtsantritt des Momozono-Tennō tätig. Er starb im Alter von 78 Jahren; sein Grab befindet sich im Sennyū-ji.

Kanō Eihaku (狩野永伯): Maler des Kyō-Kanō

Kanō Eihaku (狩野永伯) gehörte dem Kyō-Kanō an – jenem Zweig der Kanō-Schule, der in Kyōto blieb, als sich die einflussreichsten Häuser der Familie im 17. Jahrhundert in Edo niederließen. Er war Sohn des Kanō Eikei und verlor seinen Vater 1702, als er sechzehn Jahre alt war. Er starb im Alter von 78 Jahren und wurde im Sennyū-ji bestattet, der Grabstätte des Kaiserhauses.

Arbeiten für den Kaiserpalast

Ab 1708 war Eihaku an Wandbildarbeiten im Kaiserpalast beteiligt, und noch 1747 wirkte er zum Amtsantritt des Momozono-Tennō mit. Das ist für die Einordnung des Kyō-Kanō aufschlussreich: Während die Edoer Häuser für das Shōgunat arbeiteten, blieb der Kyōtoer Zweig an den Hof gebunden. Beide Linien führten dieselbe Schulmalerei fort, doch ihre Auftraggeber und damit ihre Bildaufgaben unterschieden sich.

Der Kyō-Kanō als eigener Zweig

In der Wahrnehmung der Kunstgeschichte steht der Kyō-Kanō im Schatten der Edoer Oku-eshi-Häuser, deren Generationenfolge lückenlos dokumentiert ist. Die Kyōtoer Linie war kleiner und weniger sichtbar, blieb aber über Generationen tätig und versorgte Hof, Tempel und Kyōtoer Auftraggeber. Wer ein Kanō-Rollbild einordnen will, sollte deshalb prüfen, welchem Zweig eine Signatur zuzurechnen ist – die Namensbestandteile unterscheiden sich systematisch.

Landschaft und Bildfolge

Rollbilder der Kanō-Tradition erscheinen häufig nicht einzeln, sondern als Folge von zwei oder drei Blättern, die gemeinsam gehängt werden. Solche Sätze entfalten ihre Wirkung erst im Zusammenhang: Ein Motiv antwortet dem anderen, und die Anordnung im Tokonoma folgt einer festen Ordnung von rechts nach links. Beim Erwerb eines Satzes lohnt der Blick darauf, ob alle Teile aus derselben Hand und derselben Montierung stammen.