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Künstler

Kō Sūkoku

Kō Sūkoku (高嵩谷, 1730–1804) war Maler der Hanabusa-Schule in Edo. Er stand in der Nachfolge Hanabusa Itchōs und malte Historien-, Figuren- und Schauspielerbilder.
Kakemono von Kō Sūkoku: zwei Reiter begegnen sich am Fluss zwischen Trauerweiden.
Begegnung am Fluss – Kakemono von Kō Sūkoku (高嵩谷), Edo-Zeit (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Kō Sūkoku (高嵩谷) war ein japanischer Maler der mittleren Edo-Zeit (1730–1804). Er lebte in Edo im Viertel Ryōgoku Yagenbori und lernte bei Sawaki Sūshi, wodurch er in der Nachfolge Hanabusa Itchōs und dessen Eiga-Schule steht. Ab der Meiwa-Zeit war er für seine lockeren, unbeschwerten Handmalereien und Schauspielerbilder bekannt. Zu seinen erhaltenen Hauptwerken zählen Arbeiten im Edo-Tokyo-Museum, im Suntory Museum of Art und an der Kunsthochschule Tōkyō. Er führte zahlreiche Künstlernamen, darunter Toryō-ō und Toryōsai.

Kō Sūkoku (高嵩谷): Maler der Hanabusa-Schule im Edo des 18. Jahrhunderts

Kō Sūkoku (高嵩谷, 1730–1804) war ein japanischer Maler der mittleren Edo-Zeit. Er stammte aus der Familie Takaku und trug den Rufnamen Kazuo (一雄). Sein Leben verbrachte er in Edo, wo er im Viertel Ryōgoku Yagenbori wohnte – einem dicht bebauten Handwerker- und Vergnügungsquartier am Sumida-Fluss. Er starb 1804 im Alter von 75 Jahren und wurde im Saifuku-ji in Kuramae bestattet, im heutigen Bezirk Taitō.

In der Nachfolge Hanabusa Itchōs: Ausbildung und Schulzugehörigkeit

Sūkoku lernte bei Sawaki Sūshi und gehört damit zur Eiga-Schule (英派), die auf Hanabusa Itchō zurückgeht. Itchō hatte im späten 17. Jahrhundert eine Malweise entwickelt, die sich von der höfisch-strengen Kanō-Manier löste und Alltagsszenen mit lockerem, erzählfreudigem Pinsel behandelte. Diese Haltung gab Sūkoku weiter: Ab der Meiwa-Zeit wurde er vor allem für seine ungezwungenen Handmalereien (Nikuhitsu-ga) und für Schauspielerbilder bekannt.

Schreibvarianten und Künstlernamen

Der Name erscheint im Kunsthandel in mehreren Umschriften – Kō Sūkoku, Kōsūkoku oder zusammengeschrieben Kosukoku –, weil die Trennung zwischen Familiennamen und Gō nicht immer nachvollzogen wird. Alle Formen meinen dieselbe Person. Daneben führte Sūkoku eine ganze Reihe von Künstlernamen: Sūkoku (嵩谷), Toryō-ō (屠龍翁), Toryōsai (屠龍斎), Rakushisai (楽只斎), Korensha (湖蓮舎) und Suiundō (翠雲堂).

Erhaltene Hauptwerke und die Schule Sūkokus

Zu seinen bekanntesten erhaltenen Arbeiten zählen die Ansicht des westlichen Zugangs zur Ryōgoku-Brücke von 1789 im Edo-Tokyo-Museum, ein Stellschirm mit einer Regenunterstandsszene im Suntory Museum of Art und eine Darstellung des Konfuzius mit dem Kippgefäß an der Kunsthochschule Tōkyō. Sūkoku gab seine Malweise an eine ganze Reihe von Nachfolgern weiter: an seinen Sohn Kō Sūgaku, seinen Adoptivsohn Kō Sūkei sowie an Schüler, deren Namen sämtlich das Zeichen 嵩 tragen – Sūgetsu, Sūshō, Sūun und Sūtō.

Erzählende Figurenbilder im Tokonoma

Anders als ein Blumen- und Vogelbild will eine Figurenszene gelesen werden. Zwei Reiter, die sich am Flussufer begegnen, ein Mond über Trauerweiden, eine Gestalt aus der klassischen Überlieferung: Solche Rollbilder setzen voraus, dass der Betrachter die Geschichte kennt oder nach ihr fragt — und wurden entsprechend dort aufgehängt, wo Gäste empfangen wurden. Die Hanabusa-Tradition hat diese Gattung besonders gepflegt und ihr den lockeren, unpathetischen Ton gegeben, der sie von der strengeren Kanō-Figurenmalerei unterscheidet. Wer japanische Rollbilder mit erzählendem Inhalt sucht, wird bei Densho in dieser Gruppe fündig.