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Künstler

Ikeda Keisen

Ikeda Keisen (池田桂仙, 1863–1931) war Nanga-Maler in Kyōto und gehörte 1921 zu den Gründern des Nihon Nangain.
Kakemono von Ikeda Keisen: Wasserfall in reduzierter Tuschemalerei.
Wasserfall – Kakemono von Ikeda Keisen (池田桂仙) (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Ikeda Keisen (池田桂仙) war ein japanischer Maler der Nanga-Richtung (1863–1931). Sein bürgerlicher Name lautete Katsujirō. Sein Vater Ikeda Unshō war ebenfalls Nanga-Maler und als Hilfslehrer für Literatenmalerei an der Präfekturalen Malschule Kyōto tätig. 1874 zog Keisen mit ihm nach Kyōto und erhielt dort seine Ausbildung an derselben Schule. 1921 gehörte er zu den Gründern des Nihon Nangain, in dem sich Literatenmaler aus ganz Japan zusammenschlossen. Er zählte zu den bestimmenden Figuren des Kyōtoer Nanga-Kreises.

Ikeda Keisen (池田桂仙): Literatenmalerei in Kyōto

Ikeda Keisen (池田桂仙, 1863–1931) war ein japanischer Maler der Nanga-Richtung, der japanischen Literatenmalerei. Sein bürgerlicher Name lautete Katsujirō. Die Malerei war ihm in die Wiege gelegt: Sein Vater Ikeda Unshō war ebenfalls Nanga-Maler und wirkte als Hilfslehrer für Literatenmalerei an der Präfekturalen Malschule Kyōto.

Ausbildung an der Präfekturalen Malschule

1874 zog Keisen mit seinem Vater nach Kyōto und erhielt seine Ausbildung an derselben Schule, an der dieser unterrichtete. Diese 1880 gegründete Einrichtung war die erste staatliche Malschule Japans und ein Versuch, die überlieferte Meister-Schüler-Lehre in einen geregelten Unterricht zu überführen. Dass die Nanga dort als eigenes Fach vertreten war, sicherte ihr in Kyōto eine Stellung, die sie in Tōkyō nicht mehr hatte.

Die Gründung des Nihon Nangain 1921

1921 gehörte Keisen zu den Gründern des Nihon Nangain, in dem sich Literatenmaler aus ganz Japan zusammenschlossen – neben ihm unter anderem Komuro Suiun und Mizuta Chikuho. Der Anlass war handfest: Im staatlich getragenen Ausstellungsbetrieb fand die Nanga kaum noch Platz, und eine eigene Institution war die einzige Möglichkeit, Ausstellungen zu veranstalten und Nachwuchs auszubilden. Das Nihon Nangain besteht bis heute.

Der Wasserfall als Prüfstein der Tuschemalerei

Ein Wasserfall in reduzierter Tuschemalerei stellt eine paradoxe Aufgabe: Das Wasser selbst wird nicht gemalt. Es entsteht als ausgesparte Fläche zwischen den Felsen, und alles hängt davon ab, wie diese Aussparung geführt ist. In der Literatenmalerei gilt ein solches Motiv als Prüfstein, weil es keine Farbigkeit und kein Beiwerk gibt, hinter dem sich Unsicherheit verbergen ließe. Solche Rollbilder sind jahreszeitlich ungebunden und können ganzjährig hängen.

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