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Bodhidharma (Daruma) im Brustbild

Kakemono, Unikat, 192 x 61 cm
Artikelnummer: 3317

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk war ein handgefertigtes Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 192 cm
  • Breite 61 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Mit wenigen, aber ungemein kraftvollen Pinselstrichen ist Bodhidharma hier im Brustbild festgehalten, das buschige Barthaar und die charakteristische Kopfbedeckung in dichtem, fast kalligrafischem Schwarz gesetzt, während Gesicht und Hand in warmen Erdtönen koloriert sind.

Anders als in vielen fein durchgezeichneten Darstellungen wirkt dieser Bodhidharma roh und unmittelbar, fast wie ein einziger energiegeladener Pinselzug, der die charismatische Ausstrahlung des ersten Zen-Patriarchen einfängt. Auch hier ist ein Schilfhalm angedeutet, ein Hinweis auf die Legende seiner Flussüberquerung.

Diese reduzierte, expressive Bildsprache steht in der Tradition der Zenga-Malerei, bei der buddhistische Mönche und Maler religiöse Motive in spontanem, meditativem Pinselduktus festhielten. Das Kakemono ist auf Papier gemalt, mit Jikusaki aus Kunststoff versehen und entstand vermutlich in der Shôwa-Zeit.

Oft nachgefragt

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Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.