Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Rabe auf kahlem Ast

Kakemono, Unikat, 187 x 86 cm
Artikelnummer: 6364

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk wurde von Hand gefertigt und war ein Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

Diese Werke könnten Ihnen gefallen

Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 187 cm
  • Breite 86 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Watanabe Ando
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Mit kraftvoller Präsenz sitzt der schwarze Rabe auf einem schräg verlaufenden, beinahe entlaubten Ast. Die dunkle Silhouette des Vogels hebt sich markant vom hellen, weitgehend leeren Hintergrund ab und zieht den Blick unmittelbar auf sich. Mit wenigen, entschlossenen Pinselzügen sind Körper, Schnabel und Auge definiert, während die Zweige in einer Mischung aus kontrollierter Linie und freier Bewegung angelegt sind. Zarte Spuren verblasster Blätter und grauer Waschungen lassen die Umgebung erahnen, ohne sie auszuformulieren.

Die Wirkung des Bildes entsteht aus dem Spannungsfeld zwischen Verdichtung und Offenheit. Der Rabe wirkt wachsam, beinahe lauernd, als sei er Teil einer stillen, unbestimmten Übergangszeit. Die reduzierte Farbpalette verstärkt den Eindruck von Ruhe und Einsamkeit, während die expressive Pinselführung dem Motiv eine innere Dynamik verleiht. Natur erscheint hier nicht idyllisch, sondern ernst und konzentriert.

Das Werk stammt aus der Meiji-Zeit und ist auf Papier ausgeführt, mit Jikusaki aus Holz. Mit einer ungewöhnlichen Breite von 86 cm besitzt das Kakemono eine eindrucksvolle, fast panoramische Präsenz. Dieses ausdrucksstarke Beispiel freier, malerischer Vogelkunst trägt den Stempel von Watanabe Ando.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.