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Bambus vor der blassen Mondscheibe

Kakemono, Unikat, 183 x 52 cm
Artikelnummer: 6206

Verkauft – nicht mehr erhältlich

Dieses Werk wurde von Hand gefertigt und war ein Einzelstück. Es lässt sich nicht nachbestellen und wird in dieser Form kein zweites Mal geben. Die Seite bleibt als Teil unseres Archivs online.

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Details zu dem verkauften Stück

  • Höhe 183 cm
  • Breite 52 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Kano Shunobu
Verkauft

Nicht mehr verfügbar

Artikelbeschreibung

Ein schlankes Bambusrohr wächst vor einer blass schimmernden Mondscheibe empor – mit wenigen, sicher gesetzten Pinselstrichen in fein abgestuften Tuschetönen hält dieses Kakemono einen stillen Moment der Natur fest. Die zurückhaltende, fast monochrome Farbgebung lässt viel Raum für die Leere des Papiers und verleiht der Komposition eine meditative Ruhe, wie sie für die klassische Tuschemalerei charakteristisch ist.

Bambus zählt in der japanischen Bildsprache zu den beliebtesten Motiven, da er für Biegsamkeit, Beständigkeit und inneren Halt steht, ohne dabei starr zu wirken. Das Rollbild verfügt über Signatur und Stempel des Malers Kano Shunobu und entstand in der Meiji-Zeit; gemalt auf Seide, wird es von einer Jikusaki aus Holz abgeschlossen, die dem Werk einen traditionellen, edlen Rahmen verleiht.

Da die Einfassung altersbedingt aus einem empfindlichen Sekundärstoff besteht, sollte das Kakemono beim Aufhängen und Aufrollen mit besonderer Vorsicht behandelt werden, um Schäden zu vermeiden. Wer sich für die stille Poesie klassischer japanischer Tuschemalerei begeistert, findet in diesem Unikat ein zurückhaltendes, aber wirkungsvolles Zeugnis vergangener Handwerkskunst.

Oft nachgefragt

Nein, da es ein Unikat ist, existiert es nur in einmaliger Ausführung.
Wir können uns gern für Sie auf die Suche machen. Kontaktieren Sie uns mit den Einzelheiten zu dem gesuchten Objekt und wir schauen gern, was sich machen lässt.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.