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Künstler

Iwasaki Hajin

Iwasaki Hajin (岩崎巴人, 1917–2010) war Tuschemaler und wurde 1977 buddhistischer Priester. Er verband Malerei und geistliche Übung.
Arbeit von Iwasaki Hajin: die Zeichen Kissako in Tusche auf Papier.
Kissako – Arbeit von Iwasaki Hajin (岩崎巴人) (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Iwasaki Hajin (岩崎巴人) war ein japanischer Tuschemaler und buddhistischer Priester der Jōdo-Schule (1917–2010). Sein bürgerlicher Name lautete Yasuhiko; geboren wurde er in Tōkyō. Ab 1938 lernte er bei Kobayashi Kokei; im selben Jahr wurde seine Arbeit beim Inten angenommen und von Yokoyama Taikan gelobt. 1958 gehörte er zu den Gründern der Gruppe Nihon Hyōgen-ha, die er 1968 wieder verließ. 1977 empfing er im Zenrin-ji in Kyōto die Weihen. In den Jahren 1987 und 1988 leitete er eine Sendereihe des NHK zur Einführung in die Tuschemalerei.

Iwasaki Hajin (岩崎巴人): Maler und Priester

Iwasaki Hajin (岩崎巴人, 1917–2010) war ein japanischer Tuschemaler, der in der zweiten Hälfte seines Lebens buddhistischer Priester wurde. Geboren wurde er in Tōkyō; sein bürgerlicher Name lautete Yasuhiko. Er starb 2010 im Alter von 92 Jahren in Tateyama in der Präfektur Chiba.

Vom Inten zur eigenen Gruppe

Ab 1938 lernte Hajin bei Kobayashi Kokei. Im selben Jahr wurde eine seiner Arbeiten beim Inten angenommen und von Yokoyama Taikan gelobt – für einen Einundzwanzigjährigen ein bemerkenswerter Einstieg. Nach dem Krieg löste er sich vom etablierten Ausstellungsbetrieb: 1958 gehörte er zu den Gründern der Gruppe Nihon Hyōgen-ha, die er 1968 wieder verließ. Solche Gründungen und Austritte prägen die japanische Malerei des 20. Jahrhunderts; sie waren der Weg, sich der Bevormundung durch die großen Ausstellungsgesellschaften zu entziehen.

Die Weihen von 1977

1977 empfing Hajin im Zenrin-ji in Kyōto die Weihen der Jōdo-Schule. Malerei und geistliche Übung fielen von da an zusammen – ein Weg, den vor ihm mehrere japanische Maler gegangen sind und der in der Tuschemalerei eine lange Tradition hat. Sein Werk umfasst neben Landschaften und Figuren auch buddhistische Bilderzählungen. In den Jahren 1987 und 1988 leitete er eine Sendereihe des NHK zur Einführung in die Tuschemalerei und erreichte damit ein Publikum weit über den Kunstbetrieb hinaus.

Kissako: zwei Zeichen aus dem Zen

„Kissako“ – trink deinen Tee – geht auf den chinesischen Zen-Meister Zhaozhou zurück, der Besuchern auf jede Frage dieselbe Antwort gab. Als Rollbild gehört die Wendung zu den beliebtesten Texten im Teeraum, weil sie die Zusammenkunft selbst zum Thema macht: Es gibt nichts zu erklären, es gibt Tee. Für den Maler liegt die Aufgabe darin, diese Beiläufigkeit im Strich zu treffen – zu sorgfältig geschrieben verfehlt die Zeile ihren Sinn.