Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Künstler

Ōtsuka Shunrei

Ōtsuka Shunrei (大塚春嶺, geb. 1861) war Nihonga-Maler aus Sonobe. Er lernte die Maruyama-Shijō-Malweise bei Fukada Chokujō und die Historienmalerei bei Taniguchi Kōkyō.
Kakemono von Ōtsuka Shunrei: Samurai mit Pferd, in Farbe auf Seide gemalt.
Samurai mit Pferd – Kakemono von Ōtsuka Shunrei (大塚春嶺), Meiji-Zeit (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Ōtsuka Shunrei (大塚春嶺) war ein japanischer Nihonga-Maler, geboren 1861 in Sonobe in der Provinz Tanba, dem heutigen Nantan in der Präfektur Kyōto. Sein bürgerlicher Name lautete Katsunosuke. Er erlernte die Maruyama-Shijō-Malweise bei Fukada Chokujō und wandte sich anschließend unter Taniguchi Kōkyō der Historienmalerei zu. Ausgestellt war er auf den Nationalen Industrieausstellungen, wo er 1895 ausgezeichnet wurde, sowie bei der Japanischen Kunstgesellschaft.

Ōtsuka Shunrei (大塚春嶺): Nihonga-Maler zwischen Shijō-Tradition und Historienbild

Ōtsuka Shunrei (大塚春嶺) wurde 1861 in Sonobe in der Provinz Tanba geboren, im heutigen Nantan in der Präfektur Kyōto. Sein bürgerlicher Name lautete Katsunosuke (勝之助). Er gehört zur ersten Malergeneration, die ihre Laufbahn vollständig in der Meiji-Zeit durchlief – also in jener Phase, in der sich die überlieferten Malschulen unter dem Begriff Nihonga neu ordneten.

Zwei Lehrer, zwei Richtungen: Fukada Chokujō und Taniguchi Kōkyō

Seine Ausbildung begann Shunrei bei Fukada Chokujō (1861–1947), einem Vertreter der Ōsaka-Senba-Richtung, und erlernte dort die Malweise der Maruyama-Shijō-Schule mit ihrer genauen Naturbeobachtung. Anschließend wandte er sich unter Taniguchi Kōkyō der Historienmalerei zu. Diese Abfolge – erst das handwerkliche Fundament der Naturstudie, dann das anspruchsvollere Fach des Historienbildes – entsprach dem üblichen Aufbau einer Malerlaufbahn jener Jahre.

Ausstellungen auf den Nationalen Industrieausstellungen

Shunrei stellte auf den Nationalen Industrieausstellungen aus, den zentralen Leistungsschauen der Meiji-Zeit, und wurde dort 1895 ausgezeichnet. Daneben war er bei der Japanischen Kunstgesellschaft vertreten, die sich der Pflege der überlieferten Gattungen widmete. Beide Foren zusammen bezeichnen den Rahmen, in dem sich ein Nihonga-Maler seiner Generation zu behaupten hatte: die staatlich getragene Leistungsschau auf der einen, der traditionsorientierte Verein auf der anderen Seite.

Das Historienbild als eigene Gattung

Ein Krieger mit seinem Pferd ist kein Porträt und keine Landschaft, sondern gehört zu einer eigenen Gattung mit eigenen Anforderungen. Der Maler muss Rüstungsteile, Sattelzeug und Pferdeanatomie beherrschen, und Fehler fallen dem kundigen Betrachter sofort auf — die Schnürung eines Harnischs folgt festen Regeln. Zugleich soll die Szene erzählen, nicht dokumentieren. In der Meiji-Zeit gewann diese Gattung an Bedeutung, weil sich Japan seiner eigenen Geschichte neu vergewisserte. Solche Rollbilder wurden traditionell zum Knabenfest im Tokonoma gezeigt.