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Künstler

Suma Taisui

Suma Taisui (須磨対水, 1868–1955) prägte den Ōsaka-Malereikreis von der Taishō- bis in die Shōwa-Zeit. Von ihm stammt die Pfingstrose auf dem Etikett des Sake Gokushun.
Kakemono von Suma Taisui: blühender alter Kirschbaum im Frühling, in Farbe auf Seide.
Frühling an der alten Kirsche – Kakemono von Suma Taisui (須磨対水) (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Suma Taisui (須磨対水) war ein japanischer Maler (1868–1955), geboren im Ōsakaer Kaufmannsviertel Senba. Sein bürgerlicher Name lautete Ebira Shikatarō. Er lernte bei Kubota Tōsui und wurde zu einem der bestimmenden Maler des Ōsaka-Kreises von der Taishō- bis in die Shōwa-Zeit. Von 1914 bis 1926 lebte er in Ikeda. Sein Arbeitsgebiet umfasste Blumen, Vögel und Landschaften. Von ihm stammt die Pfingstrose auf dem Warenzeichen des Sake Gokushun; auch der Name des Restaurants Kitchō geht auf ihn zurück.

Suma Taisui (須磨対水): Malerei aus dem Ōsakaer Kaufmannsviertel

Suma Taisui (須磨対水, 1868–1955) war ein japanischer Maler, geboren in Senba – dem Kaufmannsviertel Ōsakas, das die Stadt über Jahrhunderte wirtschaftlich trug. Sein bürgerlicher Name lautete Ebira Shikatarō. Von der Taishō- bis in die Shōwa-Zeit zählte er zu den bestimmenden Figuren des Ōsaka-Malereikreises; von 1914 bis 1926 lebte er in Ikeda nördlich der Stadt.

Der Ōsaka-Kreis und seine Auftraggeber

Taisui lernte bei Kubota Tōsui. Anders als in Kyōto, wo Hof und Tempel die Malerei prägten, und anders als in Tōkyō mit seinen staatlichen Akademien war der Ōsaka-Kreis auf die Kaufmannschaft ausgerichtet. Das gab der dortigen Malerei einen praktischeren Zuschnitt: Bilder für den Wohnraum, für das Geschäftshaus, für den Anlass – und gelegentlich für die Werbung.

Eine Pfingstrose auf dem Sake-Etikett

Von Taisui stammt die Pfingstrose, die das Warenzeichen des Sake Gokushun ziert – ein Beispiel dafür, wie selbstverständlich Malerei in Ōsaka in den Alltag hineinreichte. Auch der Name des Restaurants Kitchō, das später zu den bekanntesten Japans gehörte, geht auf ihn zurück. Ein Maler war in diesem Umfeld nicht nur Bildproduzent, sondern eine kulturelle Instanz, die man um Rat fragte.

Die alte Kirsche im Frühjahr

Ein alter, knorriger Kirschbaum in voller Blüte ist etwas anderes als ein junger Zweig: Das Bildthema verbindet die Kürze der Blüte mit dem Alter des Stamms und gewinnt daraus seine Spannung. Malerisch verlangt es zweierlei Handschrift – einen trockenen, kantigen Strich für die Rinde und einen weichen, fast tupfenden Auftrag für die Blüten. Solche Kakemono hängen in den zwei bis drei Wochen der Kirschblüte und werden danach wieder eingerollt.