Gyokusha Shunki
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Gyokusha Shunki (玉舎春輝): Tiermalerei in der Nihonga
Gyokusha Shunki (玉舎春輝) war ein japanischer Nihonga-Maler. Der Familienname 玉舎 erscheint daneben in der Lesung Tamaya. Seine überlieferten Arbeiten sind Rollbilder mit Tier- und Naturmotiven, ausgeführt in Tusche und Farbe.
Ein Tier trägt das Bild
In der japanischen Tiermalerei steht meist ein einzelnes Lebewesen im Bildfeld, und alles hängt davon ab, wie seine Bewegung erfasst ist. Beiwerk wird auf das Nötigste beschränkt: ein angedeuteter Wasserlauf, ein Zweig, ein Stück Fels. Was den Rang einer solchen Arbeit ausmacht, ist die Frage, ob das Tier im Bild eine Richtung hat – ob es sich in etwas hineinbewegt oder nur auf der Fläche liegt.
Der springende Karpfen
Der Karpfen, der sich gegen die Strömung stemmt, ist eines der am häufigsten gemalten Tiere Japans. Die Vorstellung stammt aus China: Wer das Drachentor am Gelben Fluss überwindet, wird zum Drachen. In Japan wurde daraus ein Sinnbild für Ausdauer und Aufstieg, das traditionell zum Knabenfest am fünften Tag des fünften Monats gezeigt wird – zur selben Gelegenheit, zu der die Koinobori-Fahnen gesetzt werden.
Malerisch liegt die Schwierigkeit in der Diagonale. Der Körper muss sich krümmen, ohne zu erstarren, die Flossen müssen den Wasserwiderstand spürbar machen, und die Schuppen verlangen eine gleichmäßige Struktur, die den Schwung nicht zerlegt. Rollbilder mit diesem Motiv gehören in den Frühsommer.