Kanō Zuisen
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Kanō Zuisen (狩野随川): ein Name, zwei Träger
Kanō Zuisen (狩野随川) ist ein Künstlername innerhalb der Kanō-Schule, und er gehört zu jenen Fällen, in denen ein Gō von mehr als einer Person geführt wurde. Träger waren zwei Brüder: Kanō Minenobu (1662–1709), der das Hamachō-Kanō-Haus begründete, und dessen jüngerer Bruder, der 1708 adoptiert wurde, das Haus als Oku-eshi leitete und 1745 starb. Die Schreibung erscheint daneben als Zuizen.
Die Brüder aus dem Haus Tsunenobu
Beide waren Söhne des Kanō Tsunenobu, und ihr Bruder war Kanō Chikanobu, der als drittes Oberhaupt das Kobikichō-Kanō-Haus führte. Damit gehören die Zuisen-Träger in dasselbe Beziehungsgeflecht, das die vier Oku-eshi-Häuser untereinander verband: Söhne wurden in andere Zweige adoptiert, Töchter verheiratet, Häuser über Adoptivsöhne fortgeführt. Das Hamachō-Kanō-Haus war eines dieser vier obersten Malerhäuser im Dienst des Shōgunats.
Warum die Unterscheidung zählt
Für ein einzelnes Rollbild ist die Frage, welcher der beiden Brüder es gemalt hat, nicht gleichgültig: Zwischen dem Tod des einen und dem des anderen liegen 36 Jahre, also gut eine Malergeneration. Aufschluss geben Signatur und Siegel, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Rangtitel. Wer ein Werk unter diesem Namen einordnet, sollte die Möglichkeit beider Zuschreibungen im Blick behalten, statt sich auf eine festzulegen.
Der Fuji im Morgennebel
Der Fuji über einer nebelverhangenen Ebene gehört zu den Kernmotiven der Kanō-Landschaftsmalerei. Seine Wirkung entsteht nicht aus dem Berg selbst, dessen Form kaum Spielraum lässt, sondern aus dem Umfeld: aus der Höhe, in der die Nebelbänder ansetzen, aus einer Formation Wildgänse, aus einem Tempeldach am Rand. Als Glücks- und Neujahrsbild hat ein solches Kakemono seinen festen Platz im Tokonoma zu Jahresbeginn.