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Künstler

Yoshida Shūkō

Yoshida Shūkō (吉田秋光, 1887–1946) war Schüler Matsuoka Eikyūs und gründete 1938 gemeinsam mit Itō Shinsui das Nihon Gain.
Kakemono von Yoshida Shūkō: Nachtigall auf einem Pflaumenast, in Farbe auf Seide.
Nachtigall am Pflaumenast – Kakemono von Yoshida Shūkō (吉田秋光) (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Yoshida Shūkō (吉田秋光) war ein japanischer Nihonga-Maler (1887–1946). Sein bürgerlicher Name lautete Seiji; geboren wurde er in der Präfektur Ishikawa. Er war Schüler von Matsuoka Eikyū, der die Yamato-e-Tradition erneuerte. 1917 wurde er erstmals beim Bunten angenommen, 1922 erhielt er beim Teiten eine Sonderauswahl. 1938 gehörte er gemeinsam mit Itō Shinsui und anderen zu den Gründern des Nihon Gain, dessen Geschäftsführer er im selben Jahr wurde.

Yoshida Shūkō (吉田秋光): in der Nachfolge Matsuoka Eikyūs

Yoshida Shūkō (吉田秋光, 1887–1946) war ein japanischer Nihonga-Maler. Geboren wurde er in der Präfektur Ishikawa; sein bürgerlicher Name lautete Seiji (清二). Er starb 1946 im Alter von 60 Jahren.

Die erneuerte Yamato-e

Shūkō war Schüler von Matsuoka Eikyū, einer Schlüsselfigur der japanischen Malerei des frühen 20. Jahrhunderts. Eikyū wandte sich der Yamato-e zu – der klassischen höfischen Bildtradition mit ihren literarischen Stoffen und ihrer deckenden Farbigkeit – und suchte sie aus den Quellen der Heian- und Kamakura-Zeit heraus zu erneuern, statt sie über die Tosa-Schultradition weiterzugeben. Entsprechend stand am Anfang von Shūkōs Laufbahn ein literarischer Stoff: 1917 wurde er beim Bunten erstmals mit einer Arbeit zum Ise monogatari angenommen. 1922 folgte beim Teiten eine Sonderauswahl.

Die Gründung des Nihon Gain 1938

1938 gehörte Shūkō gemeinsam mit Itō Shinsui und weiteren Malern zu den Gründern des Nihon Gain und übernahm dort im selben Jahr die Geschäftsführung. Solche Neugründungen prägen die japanische Malerei der 1930er Jahre: Sie boten Malern, die sich im staatlichen Ausstellungsbetrieb nicht wiederfanden, ein eigenes Forum.

Nachtigall und Pflaume

Der Uguisu am blühenden Pflaumenast ist das früheste Frühlingsmotiv des japanischen Bildkalenders – Vogel und Blüte künden den Jahreszeitenwechsel an, noch bevor die Kirsche blüht. In der Nihonga der Shōwa-Zeit wird daraus oft ein enger Bildausschnitt: wenige Zweige, ein Vogel, viel Grund. Ein solches Kakemono hängt für einige Wochen und wandert dann zurück in den Kasten.