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Künstler

Unkoku Tōban

Unkoku Tōban (雲谷等璠, 1635–1724) führte das Haupthaus der Unkoku-Schule. Er verstand sich als Sesshū in der sechsten Generation.
Kakemono von Unkoku Tōban: Bodhidharma im Profil, in Tusche auf Seide.
Bodhidharma auf dem Weg – Kakemono von Unkoku Tōban (雲谷等璠), Edo-Zeit (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Unkoku Tōban (雲谷等璠) war ein japanischer Maler der frühen bis mittleren Edo-Zeit (1635–1724) und gehörte der Unkoku-Schule an, die sich in direkter Nachfolge Sesshū Tōyōs verstand. Er war der jüngste Sohn des Unkoku Tōeki und wurde später Adoptivsohn Tōyos, wodurch er das Haupthaus der Schule übernahm. Er bezeichnete sich als Sesshū in der sechsten Generation. Die Schreibung des Künstlernamens schwankt zwischen 等璠 und 等番, weshalb bei einem Objekt der Abgleich mit der tatsächlichen Signatur sinnvoll ist.

Unkoku Tōban (雲谷等璠): Oberhaupt der Unkoku-Schule in der Nachfolge Sesshūs

Unkoku Tōban (雲谷等璠, 1635–1724) war ein japanischer Maler der frühen bis mittleren Edo-Zeit. Er gehörte der Unkoku-Schule an, die im Umkreis des Fürstenhauses Mōri in Westjapan entstand und ihren Anspruch aus der direkten Nachfolge Sesshū Tōyōs ableitete – des bedeutendsten japanischen Tuschemalers des 15. Jahrhunderts.

Vom jüngsten Sohn zum Schuloberhaupt

Tōban war der jüngste Sohn des Unkoku Tōeki und wurde später als Adoptivsohn von Tōyo angenommen. Über diesen Weg – nicht über die natürliche Erbfolge – gelangte er an die Spitze des Haupthauses der Unkoku-Schule. Er bezeichnete sich als Sesshū in der sechsten Generation, eine Zählung, mit der die Unkoku-Maler ihre Legitimation gegenüber konkurrierenden Sesshū-Nachfolgen behaupteten.

Zur Schreibung des Namens: 等璠 und 等番

Der zweite Bestandteil des Künstlernamens erscheint in zwei Schreibungen, 等璠 und 等番. Wahrscheinlich ist 等璠 die zutreffende Form. Da beide Varianten im Umlauf sind, empfiehlt sich bei einem konkreten Objekt der Abgleich der Kanji mit der Signatur auf dem Bild selbst – die Zeichen sind deutlich verschieden und auf einer Detailaufnahme gut zu unterscheiden.

Daruma-Bilder im Teeraum

Bodhidharma, japanisch Daruma, ist das häufigste Bildthema der Zen-Malerei und zugleich eines der reduziertesten: eine Halbfigur, ein Profil, ein Blick. Der Legende nach saß er neun Jahre vor einer Wand — entsprechend zeigt ihn die Malerei nicht handelnd, sondern verharrend. Solche Rollbilder hängen im Tokonoma des Teeraums und geben der Zusammenkunft ihren Grundton; häufig steht neben der Figur eine Zeile in der Hand eines Zen-Meisters. Wer ein japanisches Rollbild mit Zen-Bezug kaufen möchte, sollte auf das Verhältnis von Figur und Inschrift achten, denn beide zusammen bilden erst das Werk.