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Künstler

Hirose Tōhō

Hirose Tōhō (広瀬東畝, 1875–1930) kam aus Kōchi und wurde Schüler Araki Kanpōs. 1904 erhielt er auf der Weltausstellung in St. Louis eine Silbermedaille.
Kakemono von Hirose Tōhō: Sonnenaufgang über den Wellen, in Farbe auf Seide.
Sonnenaufgang über den Wellen – Kakemono von Hirose Tōhō (広瀬東畝) (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Hirose Tōhō (広瀬東畝) war ein japanischer Maler (1875–1930), geboren in Sakawa im Landkreis Takaoka der Präfektur Kōchi. Sein Rufname war Wataru, sein Azana Kōbi; daneben führte er die Gō Enseki, Kokuho, Shin'an und Kōunsanbō. Zunächst lernte er bei dem Nanga-Maler Amano Sōseki, 1898 ging er nach Tōkyō und wurde Schüler von Araki Kanpō. 1904 erhielt er auf der Weltausstellung in St. Louis eine Silbermedaille und wurde Mitglied der Japanischen Kunstgesellschaft; 1907 war er an der Gründung der Toyō-Kunstgesellschaft beteiligt. Ab 1911 stellte er bei Bunten und Teiten aus. Sein Schwerpunkt lag auf der Blumen- und Vogelmalerei.

Hirose Tōhō (広瀬東畝): Blumen- und Vogelmaler aus Kōchi

Hirose Tōhō (広瀬東畝, 1875–1930) war ein japanischer Maler der Meiji- und Taishō-Zeit. Geboren wurde er in Sakawa im Landkreis Takaoka der Präfektur Kōchi auf Shikoku. Sein Rufname war Wataru (済), sein Azana Kōbi (公美); daneben führte er mehrere Gō, darunter Enseki (燕石), Kokuho, Shin'an und Kōunsanbō. Er starb 1930 im Alter von 55 Jahren.

Nicht zu verwechseln mit Hirose Hakuen

Der Familienname führt gelegentlich in die Irre: Hirose Hakuen war ein Maler der Edo-Zeit mit Bezug zur Provinz Ōmi und hat mit Tōhō nichts zu tun. Die Künstlernamen unterscheiden sich deutlich – 東畝 gegenüber 柏園.

Vom Nanga zur Schule Araki Kanpōs

Seine erste Ausbildung erhielt Tōhō bei dem Nanga-Maler Amano Sōseki, der sich zu jener Zeit in Kōchi aufhielt; unter ihm führte er den Gō Enseki. 1898 ging er nach Tōkyō und wurde Schüler von Araki Kanpō, bei dem er die als Nanboku gappa bezeichnete Verbindung südlicher und nördlicher Malweise erlernte – jenen schulübergreifenden Ansatz, der über Kanpō auf die Linie Tani Bunchōs zurückgeht.

St. Louis, Bunten und die Kunstvereine

1904 erhielt Tōhō auf der Weltausstellung in St. Louis eine Silbermedaille und wurde Mitglied der Japanischen Kunstgesellschaft. 1907 beteiligte er sich an der Gründung der Toyō-Kunstgesellschaft, eines regionalen Zusammenschlusses in seiner Heimatprovinz. 1911 wurde er erstmals beim fünften Bunten angenommen und stellte fortan regelmäßig bei Bunten und Teiten aus. Am stärksten galt sein Werk der Blumen- und Vogelmalerei.

Der Sonnenaufgang über dem Meer

Die aufgehende Sonne über den Wellen gehört zu den festen Neujahrsmotiven der japanischen Malerei. Sie verbindet zwei Glückszeichen – den ersten Sonnenaufgang des Jahres und das offene Meer – und verlangt malerisch eine Zurückhaltung, die nicht jedem liegt: Die Sonnenscheibe selbst bleibt eine einfache Form, die Wirkung entsteht aus der Farbstimmung des Himmels und dem Rhythmus der Wellen darunter. Ein solches Kakemono hängt in den ersten Wochen des Jahres im Tokonoma.